Das UNION-Theater verpflichtet ausschließlich erfahrene Berufsregisseure, um bei allen Inszenierungen ein möglichst hohes Niveau halten zu können. Klicken Sie auf die Namen und erfahren Sie interessante Hintergrundinformationen.
Ullrich Matthäus
Seinen Traumberuf erlernte der 40-jährige Schauspieler und Regisseur von 1994-1997 an einer Münchner Schauspielschule. Bis 2004 arbeitete er an zahlreichen deutschsprachigen Theatern, u. a. in Bern, Hannover sowie Kassel und ging mit Ingrid Steeger und Horst Jansson auf Tournee. Hinzu kamen zahlreiche Gastrollen in TV-Serien wie z. B. "Marienhof". 2004 zog die Packhausproduktion "Ladies Night" und darin die Rolle des Gavin Ullrich Matthaeus wieder nach Bremen. Dem Publikum der Hansestadt ist er seitdem bekannt als Regisseur und Co-Regisseur am Packhaustheater u. a. in den Inszenierungen "Fast Faust" und "Leben Bis Männer". Auf dem Theaterschiff brachte er "Sixty Sixty" mit auf die Bühne und für das Union-Theater "Zwei Väter und ein Baby" sowie die „Sonny Boys“.
Außerdem ist er Schauspieler, Regisseur und Mitbegründer des Bremer Tourneetheaters, dessen Repertoire von gesellschaftskritischen Stücken über Kabarett bis hin zu Boulevardkomödien reicht.
Ullrich Matthaeus lebt in der Bremer Neustadt.
Für Ihren heutigen Besuch bei den "Ladykillers“ wünscht er Ihnen zwei unterhaltsame Stunden und hofft, dass Sie dem Union-Theater auch weiterhin die Treue halten.
Helena Settje
Geboren am 1. August 1962 in Gögging, begann sie 1981 ihre Karriere an der Schauspielschule Zerboni in München. Es folgten Engagements u. a. an den Münchner Kammerspielen, dem Stadttheater Ingolstadt und dem Münchner Volkstheater. Doch nicht nur die Bretter bedeuteten „die Welt“, seit 1994 ist Helena Settje auch in Filmen zu sehen: „Spurlos“ wurde von RTL ausgestrahlt, „Die „Prinzessin auf dem Eis“ vom Bayerischen Rundfunk, „Streit um Drei“ lief im ZDF und in „Mit doppeltem Boden“ war sie unter der Regie von Max von Sydow ebenfalls im ZDF zu sehen. Auch in „Vorsicht Falle“ und in „Aktenzeichen XY“ hatte sie Auftritte. In der bekannten Produktion „Cafe Meineid“ spielte sie 2002 die Rolle der Hannelore Braun. Wer nicht sehen will, kann hören - Helena Settje wirkte auch in zahlreichen Hörspielen des Bayerischen und Süddeutschen Rundfunks mit. 1989 erhielt sie den Staatsförderpreis für darstellende Kunst des Landes Bayern.
Als ihre wichtigsten Rollen bezeichnet sie u. a. die Franziska in „Minna von Barnhelm“, das Gretchen in Taboris „Mein Kampf“ und die Helga in Fassbinders „Katzelmacher“.
Helena Settje arbeitet als Schauspiellehrerin, gibt Rollencoching und Workshops, führte Regie u. a. am Blutenburgtheater München und war Schauspiel-Dozentin im Münchner Schau- spielstudio sowie an der Berufsfachschule für SchauspielerInnen.
Till Bergen
Wenn im Zusammenhang mit den Akteuren und Aktivitäten des Union-Theaters der Begriff „Amateurtheater“ fällt, drängt es Till Bergen, diese Bezeichnung im Sinne des Wortstammes verstanden zu wissen. Für ihn ist damit „Liebhabertheater“ gemeint, wenn Menschen, die anderswo in Lohn und Brot stehen, sich einem Lebenshobby mit einer derartigen Hingabe widmen. Die Motivation, immer wieder einzusteigen, um eine weitere Inszenierung aus der Taufe zu heben, bezieht er aus der Phantasie und Begeisterung für die Schauspielerei und aus den sichtbaren Ergebnissen.
Till Bergen kam 1980 zum Union-Theater als Regisseur für die Komödie „Barfuß im Park“. Seit dem hat er über zwanzig Produktionen einstudiert und den Charakter der Inszenierungen entscheidend mit geprägt. Zu seinen Stücken gehören z. B. „Die Kleinstädter“ (1981), „Die Glasmenagerie“ (1983) und „Die Mausefalle“ (1986).
Für die Jubiläums-Inszenierung des Union-Theaters mit Kishon-Szenen bearbeitete er 1992 das Hörspiel „Der Blaumilchkanal“ für die Bühne. Es wurde eine Uraufführung. 1993 folgten „George Dandin – der betrogene Ehemann“ und 1999 „Nur keine Blumen“. 2001 inszenierte er das zweite Mal „Barfuß im Park“ für das Union-Theater.
Till Bergen war 35 Jahre in der Hörfunkabteilung von Radio Bremen als Regisseur tätig. 1998 erhielt die Literatur-Redaktion des Senders für die Produktion „Amos Oz: Sumchi – Eine wahre Geschichte über Liebe und Abenteuer“ den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Regie führte Till Bergen.
Ralf Knapp
Geboren 1957 in Göttingen
Nach dem Studium der Theaterwissenschaft, Germanistik und Publizistik an der FU Berlin und mehreren Hospitanzen am Niedersächsischen Staatstheater Hannover und an der Freien Volksbühne Berlin trat ich 1984-1990 im Schauspiel des Bremer Theaters unter der Leitung von Günter Krämer mein erstes Engagement an. Was als Regie- und Dramaturgieassistenz begann, weitete sich im Laufe dieser sechs Jahre aus: so war ich dort auch als Schauspieler tätig, leitete gemeinsam mit vier Kollegen den Jugendclub und machte meine ersten Insze- nierungen: Christa Wolf, Kein Ort. Nirgends (1986); Franz Kafka, Die Verwandlung (1987); Peter Weiss, Marat/Sade (1988)
1990-1995 war ich Oberspielleiter des Schauspiels am Stadt- theater Hildesheim. Mit 20 Inszenierungen quer durch die gesamte Weltliteratur war ich der stilprägende Regisseur des Hauses, ehe eine der ersten Sparwellen dieser erfolgreichen Arbeit ein jähes Ende machte.
1995 führte mich die Lust am Experiment (und an der Stadt) zurück nach Bremen, um hier die Künstlerische Leitung (1995-2002) des Jungen Theaters Bremen (das inzwischen aus dem einst von mir mitgeleiteten Jugendclub entstanden war) zu übernehmen. Mein Ehrgeiz galt der künstlerischen Profes- sionalisierung und Profilierung des Ensembles. Und meine Inszenierungen von Robert Wilsons „The Black Rider“, „Die Präsidentinnen“ und „Prösterchen“ frei nach Werner Schwab sowie „www.MannFrauHut.de“ frei nach Oliver Sacks markieren die vermutlich erfolgreichste Zeit des Jungen Theaters.
Seit 1990 bin ich immer auch wieder als Freier Regisseur mit Gast-Inszenierungen an den Stadt- und Staatstheatern von Bremerhaven, Lübeck, Hildesheim, Regensburg, Braunschweig und Hagen tätig gewesen, zuletzt als Regisseur von „Typisch Mann“ auf dem Theaterschiff Bremen
2003 habe ich mit dem Bremer Ensemble eine eigene freie Gruppe ins Leben gerufen, die mit Inszenierungen wie „Mutters Courage“ von George Tabori, „Der kleine Prinz“ frei nach Antoine de Saint-Exupery sowie „Ich bin noch nicht reif für Halma auf Palma!“ von Friedhelm Kändler auf verschiedenen Bremer Bühnen (Brauhauskeller, Kulturzentrum Schlachthof, Theaterschiff) auftritt.
Im Frühjahr 2002 traf ich auf der Suche nach einem älteren Herrn, der in meiner allerletzten Inszenierung am Jungen Theater, Marius von Mayenburgs „Parasiten“, mitspielen könnte, auf Oscar Dumon. Ich werde Ingeborg Helms stets für den Tipp dankbar sein! Denn mit welcher Sensibilität und Geduld, Neugier und Disziplin sich Oscar auf eine wilde Truppe, ein ihm zunächst völlig fremdes Stück und seine Rolle darin einließ, hat mich sehr berührt.
Was umgekehrt er an mir schätzte, muss er sagen. Seither scheint uns aber ein gegenseitiger Respekt zu verbinden – der nicht zuletzt immerhin dazu führte, dass ich jetzt für die aktuelle Inszenierung ("Herz- und Beinbruch") des Union-Theaters verantwortlich zeichne.
Brigitte Schönecker
„Meine Theaterleidenschaft begann schon im Schultheater, aber richtig ging es 1977 im UnionTheater los. Mein erstes Stück war ‚Die Acht Frauen‘ und mein Lampenfieber immens. Das hält auch bis heute an. 1979 wechselte ich zum Waldau-Theater, wo ich meinen Mann kennenlernte. Was folgte waren zwei Töchter und eine Theaterpause. Mit der Gründung einer eigenen kleinen Frauentheatergruppe ging es wieder los. Ich schrieb Texte, die wir in Sketchen umsetzten.
Zwischenzeitlich spielte ich wieder im UnionTheater. Das Stück „Lea“ hat mir sehr viel Spaß gemacht.
Es folgte der Auftrag, ein Märchen zu schreiben, darauf einige Kinderstücke aus meiner Feder. Damit begann das Eintauchen in die Regie. Die Arbeit mit Kindern und Erwachsen war und ist eine spannende Erfahrung.
Weitere Regieaufträge bekam ich in Cuxhaven und Bremerhaven. Jetzt konnte ich die Plattdeutsche Sprache wieder auffrischen und anwenden. In der Schlossbühne Etelsen, in der Freilichtbühne Daverden und in der Oberneulander Speeldeel folgten Regiearbeiten.
Mein spannendstes Erlebnis war im Jahre 2000 die Uraufführung meines eigenen Stückes mit der Neestädter Speeldeel in New Jersey/USA vor 250 Plattsnackers Ebenso freute ich mich über die Uraufführung eines meiner Theaterstücke in Süddeutschland, welches ich 2007 in der Freilichtbühne Daverden selbst inszeniert hatte.
Am UnionTheater Regie zu führen hat mich sehr gefreut – für mich ein Highlight dort einmal „vor“ der Bühne zu stehen und ein Stück zu entwickeln, wo meine Theaterliebe begann.“
Jürgen Reiners
Seit fast 30 Jahren spielt Jürgen Reiners an verschiedenen Liebhaberbühnen, besuchte die Schauspielschule am Ernst-Waldau-Theater und belegte verschiedene Schauspielkurse am Ernst-Deutsch-Theater in Hamburg.
Er ist Inspizient am Schauspielhaus Bremen und übernimmt Sprechrollen in niederdeutschen Hörspielen bei Radio Bremen. Ab 1995 übernimmt er die Regieassistenz bzw. die Inspizienz am Waldau-Theater u. a. in den Produktionen „Opa ward verköfft“, und „Allen´s recht, Fro Sperling?“. Bei Radio Bremen spielt er u.a. in den Serien „Nicht von schlechten Eltern“, „Die Gerichtsreporterin“ und „Nachtschwester Kroymann“.
Neben zahlreichen weiteren Projekten führt Jürgen Reiners Regie an der Niederdeutschen Bühne des Stadttheaters Wilhelmshaven, spielt die Rolle des Curtis in Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung am Oldenburgischen Staats- theater und gibt mit „Liebhaber auf Abwegen“ sein Regiedebut beim Union-Theater.
Rolf B. Wessels
Zur Person: Seit meiner Geburt 1943 in Bremen auf 176 cm und ca. 80 Kilo herangewachsen, bin ich inzwischen grau-blond, jedoch (noch) „blauäugig“ - obwohl Vater von 6 Kindern (in Worten: sechs).
Engagements:
an diversen Landesbühnen (u.a. Niedersachsen-Mitte, Theater am Niederrhein, Badische Landesbühne, Saarländisches Landestheater)
Stadt- und Privattheater: (u.a. Komödie Kassel, Neues Theater Hannover, Städtebundtheater Hof (Oberspielleiter) Theater im Westen, Stuttgart (Künstl. Leiter 1984/86), Waldau-Theater, Bremen (Künstl. Leiter 1986-94) Komödie Dresden)
Freilichtbühnen: Xanten, Schloss Bruchsal, Burgfestspiele Bad Vilbel Ungezählte Hörspiele an fast allen deutschen Funkhäusern und natürlich reichlich Werbespots!
Film und Fernsehen
Episodenrollen seit 1966 - z. B. in:
Wer knackt die Nuß? G. Siebert, FS Serie mit 6 Folgen, 1968
Bettkantengeschichten G. Rhode-Dahl, 3 Folgen: 1989/90
Nicht von schlechten Eltern R. Boldt, 4 Folgen FS - Serie, 1995-1997
Der Richter und das Mädchen R. Boldt Spielfilm und FS- Film, 1996
Blackout B. Verbon, FS - Film, 1997
lnflagranti P. Haffter RB-Tatort 1998
Brandwunden RB-Tatort 1999
Die Todesfahrt der MS Seastar von Seydlitz Pro7- Film 1999
Ich kaufe mir einen Mann Barylli, Sat1- Film, 2000
Bela Block Serie, bisher 4 Folgen 1999/2001
Aus gutem Haus Jessen, Serie, bisher 2 Folgen, 2000
Rollen...gut über l00 - z. B.:
Patient, Kennen Sie die Milchstraße?
Bleichenwang, Was ihr wollt
Peachum, Dreigroschenoper
Smirnoff, Der Bär
Lomov, Der Heiratsantrag
Titelrolle Käpt‘n, Bay-Bay (Musical)
Husten-Gustav, Feuerwerk
Wladimir, Warten auf Godot
Oskar, Ein seltsames Paar
Dorfrichter.Adam, Zerbrochene Krug
Inszenierungen... fast 100 - z. B.:
Kaspar, Handke
Clavigo, Goethe
Zerbrochene Krug, Kleist
Haus in Montevideo, Goetz
Tagebuch der Anne Frank, Good./Hack.
Zähmung der Widerspenstigen,
Maß für Maß, Shakespeare
Trauschein, Kishon
Feuerwerk, Burkhard
Der eingebildete Kranke, Molière
Wolfgang Rostock
Schon während seines Studiums der Theater- und Musik- wissenschaften sowie der Literaturgeschichte führte Wolfgang Rostock Regie an Studententheatern in Hamburg und München. Zu den Stationen seiner beruflichen Laufbahn zählen u. a. die Bühnen in Aachen, Oldenburg, Verden, Bielefeld, das Bayerische Staatstheater München und eine Intendantur an der Komödie Kassel.
Auf die Frage, ob er lieber Opern, Komödien oder die großen Klassiker inszeniert, antwortet er, daß er keine besondere Vorliebe habe. Er sieht sich eher als „Chamäleon" und führt in einem Krimi ebenso gern Regie wie in einer Boulevardkomödie. Wolfgang Rostock arbeitet nicht nur als Regisseur an deutschen Bühnen, er bildet als Dozent für Dramaturgie auch junge Leute zu Regisseuren aus, ist Mitarbeiter im Deutschen Kulturrat in Bonn und im Bund Deutscher Amateurtheater. Für das UNION-Theater führt er seit 1991 Regie und inszenierte u. a. die Stücke „Der Tag an dem der Papst gekidnappt wurde", „Und alles auf Krankenschein", „Mord an Bord", „Mein Freund Harvey" und „Omelette Surprise.
Rudolf Plent
Geboren am Wolfgangsee und aufgewachsen in Linz absolvierte Rudolf Plent eine Schauspielausbildung am Brucknerkonser-vatorium in Linz. Stationen seiner Theaterlaufbahn waren u.a. das Stadttheater Baden b. Wien, die Salzburger Festspiele, die Städtischen Bühnen in Mainz und Frankfurt sowie das Staats-theater Oldenburg. Seit 1970 führt er auch Regie. 201 Inszenierungen davon 122 in niederdeutscher Sprache stehen auf dem „Theaterkonto“ des Wahl-Oldenburgers. Von Ahrensburg und Bremerhaven über Kiel nach Schwerin und Rendsburg brachte der das Niederdeutsche auf die Bretter – um nur einige Stationen zu nennen. Rudolf Plent inszenierte auf zahlreichen Freilichtbühnen wie z. B. „Hexenjagd“ in Porta Westfalica oder den „Sommernachtstraum“und „Faust“ in Westerstede.
Zu den vom Fernsehen aufgezeichneten Inszenierungen zählen „Emil und die Detektive“, (ZDF) oder „Der Fall Hansen“, den der NDR ausstrahlte. Rudolf Plent wurde sechs Mal mit dem Willy-Beutz-Preis des Niederdeutschen Bühnenverbandes Niedersachsen /Bremen ausgezeichnet. Er kümmert sich besonders um den schau-spielerischen Nachwuchs und war bis zu seiner Pensionierung Lehrer für Atem- und Sprechtechnik an der Carl von Ossietzki-Universität Oldenburg.
Am Union-Theater inszeniert der Österreicher Rudolf Plent mit „Frohe Ostern“zum zweiten Mal. 1994 hat er bereits das Stück „Der letzte Wille“ in Szene gesetzt. Die aktuelle Inszenierung ist seine 202.