Komödie von Philip King und Anthony Armstrong
Das Wesen der Romantik ist die Unsicherheit. Und was Oscar Wilde schon sehr treffsicher erkannte, wird für das junge Paar Anne und Philip Kellaway zur schonungslosen Gewissheit. Beide haben von Philips Mutter Harriet ein romantisches Cottage geschenkt bekommen, das in ländlicher Abgeschiedenheit liegt. In den noch leeren Räumen warten sie sehnsüchtig auf den Möbelwagen, als plötzlich Philips Eltern auftauchen. Anne ist alles andere als begeistert, denn ihr Verhältnis zu Harriet könnte man gerade noch als höflich-unterkühlt bezeichnen. Erfreuter ist sie dagegen über den Besuch ihres Schauspielkollegen Gray Meredith der sie immer noch mit ihrem Kosenamen Duckie anspricht. Inmitten dieses Quintetts nimmt das Verhängnis im Cottage seinen Lauf: Der Möbelwagen hat eine Panne, der Packer verstaucht sich den Fuß, dessen Bekannte Shirley Cameron fällt in den Fluss und durch den Einsturz einer Brücke ist das Landhaus plötzlich von der Außenwelt abgeschnitten.
Die Stunden vergehen, der Hunger klopft an die Tür und mit ihr auch Evadne, die Tochter der sehnlichst erwarteten Putzfrau. Jeder versucht, sich in dieser trostlosen Situation nützlich zu machen, doch Anne verzweifelt immer mehr: Sie flirtet mit Gray, um „Muttersöhnchen“ Philip eifersüchtig zu machen und stellt ihm ein Ultimatum: Sie oder seine Mutter! Zwischen all den Irrungen, Wirrungen und knurrenden Mägen zieht plötzlich der Duft von gebratenem Speck durchs Haus. Die acht „Verschollenen“ glauben zunächst an eine Halluzination, aber die Lösung all ihrer Probleme steckt im Keller.
Regie: Brigitte Schönecker
Darsteller: Annette Ewald, Eva Gätjen, Christin Rieger, Miriam Wendel, Bernd Panzer,
Jens Raczkowski, Ewald Ravenschlag, Nils Roßow u.a.



























Komödie von Gunther Beth und Alan Cooper
Elvis lebt! Davon ist zumindest Jürgen Appelhans überzeugt. Schließlich sieht er ihn jeden Morgen, wenn er in den Spiegel schaut. Ebenso wie der vom Leben gebeutelte Finanzbeamte ist auch die frustrierte Bestsellerautorin Claudia Carrera Dauergast in einer psychotherapeutischen Praxis. Zum Reigen der Ratsuchenden gesellen sich die kleptomanische Witwe Sybille Bast und der frustrierte Kriminalkommissar Maiwald. Die Suche nach einem als Weihnachtsmann verkleideten Warenhausdieb bringt ihn fast um den Verstand. Zumindest in diesem Punkt könnte ihm Felix Bollmann helfen, denn er ist der gesuchte Ganove.
Durch Zufall flüchtet er gerade in diese Praxis und macht aus der Not eine Tugend: Er therapiert die Patienten. Und plötzlich tut sich mit Bollmann eine Lichtung im Psycho-Dschungel auf, denn sein Erfolgsrezept basiert auf Verständnis und Herzenswärme. So wunderlich seine Methoden auch sein mögen, so wunderbar sind seine Erfolge. Bollmann wird zum Neurosenkavalier und erinnert uns an eine uralte Medizin: Die Heilkraft der Mitmenschlichkeit.
Dass Bollmann dabei auch zwischenmenschlich auf seine Kosten kommt, ist Ehrensache .Und dass dabei das Publikum auf seine Kosten kommt, natürlich die Hauptsache.
Der Neurosenkavalier - diese Komödie gibts rezeptfrei, ohne Risiken und Nebenwirkungen.
Regie: Ullrich Matthaeus
Bühnenbild: Gisela Brünker
Darsteller: Sonja Eilers, Anja Gomez, Kirsten Meyer-Ebert, Oscar Dumon, Stefan Lüers,
Bernd Panzer und Christian Seegert




















Komödie von Horst Pillau
Leben und Lieben in Wyk auf Föhr kann ganz schön anstrengend sein. Jens Högel, dortiger Leiter des Flugplatzes, ist gestresst. Nicht nur mit dem aufbrausenden Bauern Henstedt, der mit seiner kleinen Privatmaschine den Luft-Rowdy der Nordseeinsel spielt, muss er sich ständig auseinandersetzen, nein: Auch in seiner Beziehung mit Boutiquenbesitzerin Maja Brosch liegen Probleme in der Luft: Maja kann sich ein geregeltes, ruhiges Leben mit Jens auf Dauer nicht vorstellen. Eine Familie zu gründen, wie Jens es sich wünscht, lehnt sie rundweg ab. Ihr schwebt ein Dasein mit Reisen, Luxus und Abenteuern vor, das sie auf Föhr nicht findet. Lena Deeken, die Betreiberin der Flugplatzkantine, hat für derlei Regungen wenig Verständnis. Sie ist heimlich in Jens verliebt, und würde gern sein beschauliches Leben mit ihm teilen.
In diese Situation hinein landet Dieter, ein alter Freund von Jens, mit seiner zweimotorigen Maschine. Immer schon war er ein "Winner", wagemutiger und extrovertierter als Jens. Und immer schon hat er Jens die Frauen ausgespannt. Wie sollte es diesmal anders kommen? Dieter wickelt die Damen des Flugplatzes, besonders Maja und Silke, die Tochter Henstedts und Flugschülerin von Jens, um den kleinen Finger. Maja verlässt Jens für Dieter. Dieser Lebemann, der ständig alles riskiert, passt einfach besser in ihr Lebenskonzept. Jens ist verbittert. Die Tröstungsversuche von Lena und Flugzeugmechaniker Otto helfen ihm kein bisschen weiter. Seine Freundschaft mit Dieter betrachtet er als beendet. In seiner Verletztheit und seinem Zorn wünscht er Dieter sogar den Tod. Als Dieter wenig später einen riskanten Anflug im Nebel wagt, liegt sein Leben in Jens' Händen...
Regie: Karl-Heinz Schwentker
Bühnenbild: Gisela Brünker
Darsteller: Eva Gätjen, Kirsten Hildebrecht, Maren Schulz, Claus Deters, Frank Klitzing,
Jens Raczkowski, Christian Roggenkamp, Nils Ro&szuml;ow


















