Komödie von Pierre Barillet und Jean-Pierre Grédy
Der Kaktus ist ein stacheliges Gewächs, dornig, abweisend – nur selten trägt er Blüten. Doch wenn, dann wunderschöne. Und er hat einen kratzbürstigen Charme mit einem weichen Kern. Diese Beschreibung könnte auch auf Sprechstundenhilfe Stephanie zutreffen, die täglich ihre Stacheln an den Patienten des Promi-Zahnarztes Julian Desforges, schärft. Gewissenhaft und mit unterkühlter Gelassenheit verwaltet sie nicht nur Plomben und Praxistermine, sondern auch das Privatleben ihres Chefs – vom Mittagsimbiss bis zur Reinigung seiner Hemden. Ohne Stephanie wäre der umtriebige Junggeselle im Gespinst seiner amourösen Abenteuer verloren.
Von der Ehe hält er so wenig, dass er selbst seiner Freundin Antonia erzählt, er sei bereits verheiratet und Vater dreier Kinder – nur um sie nicht heiraten zu müssen. Antonia hat dieses „Immer auf ihn warten müssen“ satt und versucht, sich das Leben zu nehmen. Das veranlasst Julian, Nägel mit Köpfen zu machen:
Er verspricht ihr die Ehe; er werde sich scheiden lassen und sogar seine Gattin sei mit der Scheidung einverstanden. Doch Antonia will keine Ehe-Zerstörerin sein und möchte Julians zukünftige Ex-Frau kennen lernen. In seiner Not bittet er Stephanie um Hilfe. Nur für zehn Minuten soll sie seine Alibi-Ehefrau spielen und Antonia vom zerrütteten Zustand seiner Ehe überzeugen. Er ahnt nicht, dass er mit diesem Plan einen Vulkan entfesselt und Stephanie beweist eindrucksvoll, dass Kakteen auch wunderschön erblühen können.
Die Kaktusblüte - berühmt geworden vor allem durch die Verfilmung mit Ingrid Bergmann, Goldie Hawn und Walter Matthau - ist auch auf der Bühne seit Mitte der sechziger Jahre ein Evergreen.
Regie: Rudolf Plent
Darsteller: Katrin Christians, Anja Gomez, Simone Kling, Monika Karp, Claus Deters, Stefan Lüers, Bernd Panzer, Nils Roßow



















Ehemänner und Zwiebeln haben eins gemeinsam: Je mehr Schale man entfernt, desto schneller kommen einem die Tränen. So jedenfalls ergeht es gerade Mildred. Ihr Gatte George hat nicht nur ein Faible für die geschmacklich fragwürdige Kombination von Zwiebeln und Butterplätzchen; er weigert sich auch nach 25 Jahren Ehe mit ihr eine zweite Hochzeitsreise nach Frankreich zu machen. So gerne möchte Mildred die missglückten ersten Flitterwochen durch das besondere Arrangement „gleiches Hotel, gleiches Zimmer“ kurieren.
In dieser angespannten Situation erwartet das Ehepaar Mildreds Schwester Ethel und deren Mann Humphrey zum Tee. Der lebenslustige Humphrey steht weniger auf Zwiebeln und Butterplätzchen als vielmehr auf seine Sekretärin Josie. Ethel ist darüber so gekränkt, dass sie bei George und Mildred gleich mit ihren Koffern erscheint.
Sie hat die Nase voll von Humphrey und will ihn verlassen. Und da auch Mildred mehr als genervt ist, beschließen die beiden Frauen, zusammen nach Frankreich zu fahren – ohne ihre Ehemänner. Humphrey inszeniert daraufhin einen Abend zu viert mit Josie und deren Freundin Shirley.
So werden die Fäden dieses unvermeidlichen Konflikts zu einem Netz amüsanter Unterhaltung geknüpft. Nicht nur Georges bleibende Vorliebe für Zwiebeln und Butterplätzchen schafft weitere Verwicklungen...
Regie: Ullrich Matthaeus
Darsteller: Kirsten Meier-Ebert, Christin Rieger, Friederike Schierer, Maren Schulz, Jörg Peterschewski, Jochen Schmidtmeyer


















