Oktober 2004
Der letzte Wille

Ein Leichenschmaus in fünf Akten von Fitzgerald Kusz

Manchmal ist der Tod eine atemberaubende Erfahrung - nicht nur für Tante Martha, die das zeitliche gesegnet hat, sondern auch für deren Familie. Beim Kampf ums Erbe stehen sich zwei feindliche Lager gegenüber: Auf der einen Seite Marthas Schwester Olga sowie deren Kinder Ursel und Kurt; auf der anderen Seite Marthas Neffe Heinz und dessen Frau Karin. Außerdem wäre da noch der charmante Musiker Klaus, einst mit Marthas verstorbener Nichte verheiratet. Er spielte am Grab der Tante noch einmal "Summertime" und verzauberte damit auch die weiblichen Familienmitglieder. Alle möchten nun die wohlhabende Tante beerben, die jedoch zu Lebzeiten alles andere als wohlgelitten war. Beide Familien sind sich auch sicher, wer hier erben wird - nämlich sie! Doch ständig tauchen neue Testamente auf, was zu harschen Auseinandersetzungen führt, denn keiner gönnt dem anderen auch nur eine Kaffeetasse. So sind die Verwandten schwer empört, dass Marthas treuer Hausmeister Rau den alten Opel Kapitän erben soll. Beim Streit um Vasen und Pelzmäntel sind der familiären Raffgier keine Grenzen gesetzt. Nicht nur dass man vergeblich einen Tresorschlüssel und eine Münzsammlung sucht, auch ein deftiger Ehekrach zwischen Heinz und Karin bietet neuen Zündstoff. Beim Sichten des Nachlasses findet sich jedoch plötzlich eine Videokassette an, die für die umtriebige Erbengemeinschaft eine besondere überraschung bereithält. Und so erfahren sie, dass auch am Lebensende die alte Weisheit gilt: Wer zuletzt lacht, lacht am besten.

Der komödiantische Leichenschmaus von Fitzgerald Kusz bietet mehr als eine "Leiche zum Dessert".

Regie: Rudolf Plent

Darsteller: Shantha Chaudhuri, Ingeborg Helms, Monika Karp, Hella Modrzynski, Frank Klitzing, Jens Raczkowski, Ewald Ravenschlag, Lorenz Tews

Regie-Assistenz: Brigitte Bauer

Souffleuse: Frauke Rotermund

Inspektion: Heike Stranghöner

Requisite: Ulrike Reusche, Brigitte Homann

Ton + Beleuchtung: Bernd Rohlfing, Frank Helmken




April 2004
Herz und Beinbruch

Medizinische Komödie von Patricia Levrey

Wer den Schaden hat, spottet jeder Beschreibung. Das trifft auch auf die attraktive Dany Clement zu. Nach einem schweren Motorradunfall ist die erfolgreiche Chefin einer Werbeagentur bewegungsunfähig und frustriert, denn sie ist es gewohnt, im Job und in der Familie den Ton anzugeben. Alles hatte sie perfekt organisiert - auch ihre Scheidung -, doch nun droht das Chaos: Ihr zukünftiger Ex-Ehemann Michel versinkt im häuslichen Durcheinander mit Kindern, Putzfrau und Schwiegermutter, Danys Kollegin Christelle teilt ihr nicht ganz uneigennützig mit, dass die Kollegen auch ohne sie prima zurecht kommen und ihre verletzten Beine kann sie immer noch nicht bewegen. ärzte und Schwestern sind genervt, denn Madame Clement zelebriert ihre eigene Gesundheitsreform: Sie verlegt ihr Büro ins Krankenzimmer, veranstaltet Patientenpartys und empfiehlt anderen Leidensgenossen hömöopathische Heilmittel ohne medizinische Kenntnisse. Das Klinikpersonal fiebert ihrer Entlassung entgegen, bis Dany selbst eine folgenschwere Entscheidung trifft... .

Regie: Ralf Knapp

Darsteller: Brigitte Bauer, Anja Ehrhardt, Kirsten Meyer-Ebert/Wiebke Brück, Günter Schneider, Lorenz Tews

Regie-Assistenz: Oskar Dumon

Souffleuse: Angelika Finke

Inspektion: Heike Stranghöner

Requisite: Christina Lüllmann

Ton + Beleuchtung: Gerd Radeke




Februar 2004
Was zählt, ist die Familie!

Komödie von Joe DiPietro

"Aller Anhang ist schwer", könnte Nick Cristano in sein Familienstammbuch schreiben und dabei dennoch einen liebevollen Blick auf seine beiden Großelternpaare werfen. Das Seniorenquartett hat soeben erfahren, dass ihr Lieblingsenkel im weit entfernten Seattle Karriere machen will. Das können Frank, Aida, Nunzio und Emma natürlich auf keinen Fall zu lassen.

Schließlich war Nick fast 30 Jahre lang das Objekt ihrer aufopferungsvollen Liebe, die stets von Aidas Pasta oder selbst gebackenen Keksen gekrönt wurde. Doch die "phantastischen Vier" können manchmal auch ganz schön anstrengend sein. Sie verstehen nicht, dass Nick seinen Beruf über die Familie stellt, wo sie doch das einzige ist, was wirklich zählt. Also organisieren sie ein gemeinsames Abendessen mit der jungen, attraktiven Caitlin und hoffen, dass sie es schafft, Nick umzustimmen. Doch die rüstigen Rentner sehen schnell, das nicht alles nach Plan läuft... .

Was zählt, ist die Familie - eine amüsante italienische Komödie, die beweist, dass das Wort "Familienbande" manchmal einen Beigeschmack von Wahrheit hat.

Regie: Jürgen Reiners

Darsteller: Annette Ewald, Heike Speulda, Anne Ravenschlag, Oscar Dumon, Mathias Pasdzior, Ewald Ravenschlag